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Hakan Nesser
 
 
 
Thomas Käsbohrer
Die vergessenen Inseln: Eine Reise durch die Geschichte der Welt und zu mir selbst
 
Verlag: Penguin Verlag
Format: Broschiert, 512 S.
ET: 04 / 2018
Preis: 0,00 €
ISBN: 9783328101789
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Klapptext:
Thomas Käsbohrer fühlt sich dort am wohlsten, wo nur noch Himmel, Wind und Wasser sind. Neun Monate im Jahr verbringt er auf dem Segelschiff und trotzt der Unwirtlichkeit des Meeres. Für »Die vergessenen Inseln« reist er durch das Mittelmeer, steuert große Eilande wie Sizilien an, aber auch fast vergessene wie Palagruža. Auf jeder Insel entdeckt er eine Geschichte, die über den Ort hinausweist und zeigt, warum unsere Welt so wurde, wie sie ist. Käsbohrer erzählt von dem Abenteuer, allein auf offener See zu sein, er bringt uns die Sehnsucht nach Weite nahe, die wir alle in uns tragen, und verdichtet seine Reise zu einer Geschichte der Welt, die so noch nicht erzählt wurde.
 
Grosse-Literatur.de-Rezensionen:
Der Autor

Thomas Käsbohrer arbeitete viele Jahre als Verleger in einem Buchverlag. Doch dieses Leben schenkte ihm nicht die Erfüllung, nach der er sich sehnte. Daher beschloss er, seinen normalen Beruf an den Nagel zu hängen und seinen Traum zu verwirklichen. Mit seinem Schiff Levje segelt er seither quer über das Mittelmeer. Seine Erfahrungen schreibt er unter anderem für die Zeitschrift YACHT und seinem eigenen Blog Mare Blu. Und wenn er mal nicht gerade mit seinem Boot unterwegs ist, lebt er südlich des Starnberger See.



Worum geht es?

Thomas Käsbohrer segelt mit seinem Schiff Levje regelmäßig über das Mittelmeer und entdeckt Inseln, die in Vergessenheit geraten sind, typische, bekannte Urlaubsinseln und Inseln, deren Namen im Laufe der Jahrhunderte mehrmals wechselten. Und wann immer er an einer Insel anlegt, nimmt er uns mit auf die Geschichten der Insel, zeigt uns Leute des Alltags, erzählt uns von seinen Erlebnissen fernab der Zivilisation auf dem offenen Meer und teilt uns sogar seine persönlichen Ängste mit.



Fazit

Als ich den Buchtitel Die vergessenen Inseln und die Informationen darüber las, war ich erst einmal sehr angetan. Ein Buch über Inseln, die man nicht kennt, die man vergessen hat oder die es womöglich eigentlich gar nicht mehr kartografisch gibt. Aber bereits zu Beginn hat man ein bisschen Schwierigkeiten in das Buch zu kommen, da erst einmal das nautische im Vordergrund steht. Man lernt das Schiff Levje kennen und irgendwie beginnt die Geschichte mit einer Insel.

Eine kleine Geschichte über die Insel, warum Thomas Käsbohrer dort anlegt, wie er hinkam und einige Anekdoten seiner Reise dorthin. Dann plötzlich ist man verwundert. Man springt in der Zeit. Plötzlich liest man geschichtliche Hintergründe über die Inseln. Wir beginnen weit vor Christi Geburt. Und das Springen nimmt kein Ende. Eine andere Insel. Eine andere Reiseanekdote. Ein anderer geschichtlicher Background. Das wirkt seltsam. Auch die Sprünge an sich. Wir springen von Sizilien nach Venedig, von Mallorca nach Kreta, um dann zwischenzeitlich auf einer der türkischen Inseln zu landen und kaum in deren Vergangenheit vertieft, finden wir uns erneut in Sizilien wieder. Das wirkt leicht verstörend.

Aber warum? Weil wir falsch denken. Das wird einem aber erst ziemlich spät bewusst. Wir lesen keinen Reisereport eines Segeltörns „einmal rund um das Mittelmeer“, sondern wir lesen Geschichten, die über einen langen Zeitraum gesammelt wurden. Frühjahr, Sommer, Herbst und Winter, kaum eine Jahreszeit fehlt, in der Thomas Käsbohrer nicht einer dieser Inseln besucht hatte. Und die Sortierungen seiner Geschichten haben letztlich einen tiefgründigen Sinn. Denn er nimmt uns mit durch die Geschichte des Mittelmeers. Von den ersten Bevölkerungen, über Christis Geburt, entlang der ersten Kreuzzüge bis zur Neuzeit und deren Tragödien im Mittelmeer auf dem Zenit der Flüchtlingsbewegungen. Alle seinen Geschichten sind zeitlich geordnet und deshalb landen wir immer wieder auf den gleichen Inseln, nur in einer anderen Epoche.

Spätestens jetzt, wo dem Leser das klar geworden ist, teile ich dem Buch meine absolute Begeisterung. Denn die Geschichten sind authentisch, man bekommt eine Vielzahl von geschichtlichen Ereignissen, Hintergrundwissen, tiefgründige Zusammenhänge und letztlich ein gesammeltes Werk der wichtigsten Ereignisse im Mittelmeer und all das, aus der Sicht eines einzelnen kleinen Seglers namens Thomas Käsbohrer. Er fesselt den Leser an seine Geschichten, an die Inseln, er zeigt uns deren Seiten, die einem sicherlich verborgen geblieben wäre.

Daher ist Die vergessenen Inseln wirklich eine gelungene und überraschende Reisereportage eines mutigen Mannes, der die Chance und den Mut ergriffen hat, genau diese Reisen zu beginnen.



schwamm, Grosse-Literatur.de
 
 
 
 
   
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