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Hakan Nesser
 
 
 
Fredy Gareis
König der Hobos: Unterwegs mit den Vagabunden Amerikas
 
Verlag: Malik
Format: Broschiert, 256 S.
ET: 04 / 2018
Preis: 0,00 €
ISBN: 9783890294827
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Klapptext:
Als blinder Passagier auf Güterzügen durch die USA Sie pfeifen auf den amerikanischen Traum und führen ein Leben außerhalb der Gesellschaft. Getrieben vom Wunsch nach Freiheit und Selbstbestimmung fahren die Hobos illegal auf Güterzügen durch das Land. Eine verschworene Subkultur mit eigener Sprache, moralischem Kodex und Liedern, die sich mit dem Bau der transkontinentalen Eisenbahn entwickelte und bis heute im Schatten des neon-grellen Amerika weiterlebt.  Dreieinhalb Monate reiste Fredy Gareis mit diesen Überlebenskünstlern, Landstreichern und Vagabunden durch ein Amerika, das die wenigsten kennen, und lernte von einem Hobo-König, wie man sich als blinder Passagier durchschlägt. Er erlebte Zusammenhalt und Großzügigkeit, die Weite aus Licht und Wind, Einsamkeit, Gewalt und Drogen. Geschichten, die tiefe Einblicke in die raue Seele der USA gewähren: über die Kraft des Individuums, über Enttäuschung, Wut und über das Glück, arm, aber frei zu sein.
 
Grosse-Literatur.de-Rezensionen:
Der Autor

Fredy Gareis, geboren 1975, arbeitete lange Zeit als freier Journalist für DIE ZEIT, den Tagesspiegel und dem Deutschlandradio. In den Jahren von 2010 bis 2012 berichtete aus Israel und dem Nahen Osten. Für seine Reportage „Ein Picasso in Palästina“, dessen Reportage in der Zeitung DIE ZEIT erschien, wurde er mit dem Journalistenpreis des Deutschen Kulturrats ausgezeichnet.

Nun erscheint im Malik Verlag sein neues Buch „König der Hobos: Unterwegs mit den Vagabunden Amerikas“.



Inhalt

Hobos, abgeleitet von den Wörtern Hoe (englisch für Hacke) und boy (englisch für Junge), sind die Wanderarbeiter des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts, bei uns auch unter dem Begriff Vagabunden bekannt sind. Diese am Rande der Gesellschaft lebende Schicht verweigert sich nicht nur dem System der Vereinigten Staaten von Amerika, sondern haben ein großes Laster: sie leben ohne Ortsbindung und ihr Leben besteht aus dem Reisen.

So galten Sie einst als ausgestorben, als die Eisenbahn durch immer schnellere Autos, ausgebaute Highways und vor allem nach Einzug des Innerkontinentalfluges, als abgelöst galt. Doch noch immer wird der Großteil des Güterverkehrs in den USA mit der Eisenbahn transportiert. Und genau das ist das Ziel der Hobos: Eine Reise durch Stadt und Land, als blinder Passagier auf einen der unzähligen Güterzüge.

Doch wer sind diese Leute, die es sich zur Lebensaufgabe gemacht haben, ohne großes Hab und Gut quer durchs Land zu reisen? Wo besteht der Sinn und was ist ihr Ziel? Genau dieser Frage möchte Fredy Gareis auf den Grund gehen und schloss sich daher diesen modernen Vagabunden an.



Fazit

Fredy Gareis reiste für dieses Buch über dreieinhalb Monate quer durch die Vereinigten Staaten von Amerika, er ließ seine Frau und Kind zurück, tauschte sein normales Leben gegen das Leben als Hobo. Dafür begibt er sich auf eine Reise fernab der bürgerlichen Gesellschaft, zwischen Duldung und Vertreibung, zwischen Respekt und Verachtung und vor allem mit der Angst vor Verletzungen, Tod und der allgegenwärtigen Flucht vor der Polizei.

Doch er merkt schnell, dass man nicht so einfach sein Leben tauschen kann, vor allem nicht, wenn man zudem noch als Journalist arbeitet. Anfangs stößt er daher erst einmal auf Ablehnung und sein Projekt scheint schon früh zu scheitern.

Doch dank seiner Offenheit, seinem Respekt und vor allem der Duldung dieser Gesellschaft, schaffte er es letztlich doch Zutritt zu erhalten, zu einer Welt, die er sich in dieser Art und Weise sicherlich nicht hat vorstellen können. Denn diese sind mehr als nur Landstreicher oder Obdachlose, es sind Aussteiger, Veteranen und Menschen, die in der normalen Gesellschaft nicht überlebensfähig wären. Und vor allem sind sie eine funktionierende Zivilisation mit einer eigenen Sprache, einen in der heutigen Gesellschaft kaum vorstellbaren Zusammenhalt und einem überlebenswichtigen Handbuch, mit dessen Hilfe das Reisen auf den Güterzügen undenkbare wäre.

Was es mit dem Handbuch auf sich hat, warum die Leute dieses Risiko des Reisens auf sich nehmen, warum sie öfter in Gefängnissen landen, als man sich vorstellen kann und was hinter der Geschichte steckt, all das fasst uns Fredy Gareis in diesem Buch zusammen. Seine persönlichen Erlebnisse und Gefühle kommen keineswegs zu kurz.
„König der Hobos: Unterwegs mit den Vagabunden Amerikas“ ist eine großartige Insider-Reportage, es ist spannend, lesenswert und authentisch, vermittelt viele geschichtliche Hintergründe zum Land der unbegrenzten Möglichkeiten, die sicherlich keinem von uns bisher bewusst war und ist vor allem eine große Hommage eine Gesellschaft, die große Schicksalsschläge erdulden muss, Rezessionen überlebt hat und erst dann aussterben wird, wenn die letzte Eisenbahntrasse stillgelegt wurde.




schwamm, Grosse-Literatur.de
 
 
 
 
   
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