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Hakan Nesser
 
 
 
Eva Siegmund
LÚM - Zwei wie Licht und Dunkel
 
Verlag: cbt
Format: Gebundene Ausgabe, 400 S.
ET: 09 / 2014
Preis: 16,99 €
ISBN: 9783570163078
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Klapptext:
Wenn dein Schicksal zu groß für dich scheint In der Trümmerstadt Adeva entscheidet sich für alle 15-Jährigen in der Nacht der Mantai, welche Gabe sie haben. Ein Mal, das auf dem Handgelenk erscheint, zeigt an, ob man telepathisch kommunizieren, unsichtbar werden oder in die Zukunft sehen kann. Doch bei Meleike, deren Großmutter eine große Seherin war, zeigt sich nach der Mantai – nichts. Erst ein schreckliches Unglück bringt ihre Gabe hervor, die anders und größer ist als alles bisher. Als Meleikes Visionen ihr von einem Inferno in ihrem geliebten Adeva künden, weiß sie: Nur sie kann die Stadt retten. Und dass da jenseits der Wälder, in der technisch-kalten Welt von Lúm, jemand ist, dessen Schicksal mit ihrem untrennbar verknüpft ist …
 
Grosse-Literatur.de-Rezensionen:
Die 15-jährige Meleike erhält von ihrer Großmutter – der größten Seherin Adevas – eine unheilvolle Zukunftsprophezeiung: Nur sie allein könne das finstere Schicksal ihrer Heimat abwenden. Welche Gefahr Adeva droht, sieht Meleike schon bald in düsteren Visionen; doch wie soll sie Adeva nur retten? Als der geheimnisvolle Flynn schwer verletzt in Adeva auftaucht, kommen die unabwendbaren Ereignisse schließlich ins Rollen. Und mehr noch, hat Meleike in Flynn ihr Gegenstück gefunden. Gemeinsam besitzen sie ungeahnte Kräfte. Sie entschließen sich in die Stadt LÚM zu gehen, aus der Flynn geflohen ist und von der Meleike nicht zu träumen gewagt hätte. Dort entdecken sie schließlich ihr Schicksal, aber auch Gefahr, Verrat und Freundschaft.

Es ist unheimlich schwer, den Inhalt dieses Buches wiederzugeben, ohne Wesentliches zu verraten, denn leider muss ich der Geschichte zur Last legen, dass in ihr nicht allzu viel passiert.
Doch zunächst beginnt Eva Siegmund ihre Erzählung mit einer guten, soliden Basis, in der man Figuren kennenlernt und ein wenig in Meleikes Welt eintaucht. Aber hier kommt auch schon der erste Haken: Man erfährt nur ein wenig. Tatsächlich zieht sich diese Oberflächlichkeit wie ein roter Faden durch den gesamten Roman. Verhieß die unheilvolle Prophezeiung von Meleikes Großmutter noch große, bewegende Geschehnisse, muss ich mich im Nachhinein doch wundern, wie flach diese letztendlich abgehandelt werden. Zum Ende hin wurden diese sogar mehr eilig und recht spannungslos erzählt, als das man von einer ideenreichen und dramatischen Handlung sprechen könnte.

Auch die Figuren bleiben fade und sympathiearm. Das ist wirklich schade, denn die Autorin beginnt zu Beginn wirklich gut und ich konnte hier und da schon ein wenig mitfiebern – vorallem in Flynns Kapitel, die mich wirklich neugierig machten. Als jedoch Meleikes und Flynns Erzählstränge aufeinandertreffen, und die beiden sich kennenlernen, gerät das Ganze ins Stocken. Plötzlich ist von tiefen Gefühlen die Rede, die ich als Leser nicht im Entferntesten wahrnehmen konnte – bis zum Ende hin nicht. Dass die Figuren sich so manches Mal völlig seltsam verhalten, trug nicht unbedingt dazu bei, sie ins Herz zu schließen. So kann ich mir z.B. einfach nicht vorstellen, dass ein Mann, dem man vor wenigen Stunden – gegen seinen Willen – seinen Unterarm entfernt hat, Witze reißt. Auch nahezu alle Gefühle, die die Charaktere durchleben – Ängste, Freude, Schmerz etc. -, werden mehr nebenbei beschrieben, doch als Leser konnte ich leider nichts davon spüren.

Eva Siegmunds Schreibstil ist nüchtern, klar, manchmal mehr berichterstattend als in den Bann ziehend. Oftmals machte er es jedoch möglich, dass man trotz nahezu ständigen Längen, dennoch über die Seiten huschen konnte.

Fazit: Die Idee, die hinter diesem Roman steht, ist nicht schlecht, für mich jedoch auch nicht gänzlich rund. Wenngleich sich ein steter roter Faden durch die Handlung zog, blieb diese gleichbleibend oberflächlich und zeigte nur zu Beginn ein wenig Tiefe. Fast scheint es, als wäre der Autorin nach einem vielversprechenden Anfang die Puste ausgegangen, denn schließlich wurden Ereignisse mehr abgehandelt als bildhaft und mit Spannung erzählt und die Charaktere schafften es nicht, mir sympathisch zu werden. Ich muss zugeben, es fehlte nicht viel, und ich hätte dieses Buch beiseite gelegt. Für mich ist „LÚM“ ein Buch, dass mit einem fantastischen Cover punkten kann und leider nur mäßig gut zu unterhalten weiß. Schade!

     

Sandra Kuhn, Grosse-Literatur.de
„Lúm – Zwei wie Licht und Dunkel“ ist der Debütroman der Autorin Eva Siegmund. Das Buch erzählt die Geschichte von der 15jährigen Meleike, die zusammen mit ihrer Familie in der Trümmerstadt Adeva lebt. Ihre Oma Maela ist die größte Seherin von Adeva. Bei ihrem Mantai-Fest erfährt Meleike ob auch sie eine Gabe hat.

Meleikes Mantai-Fest steht kurz bevor. Aufregung und bittere Angst machen dem Teenager zu schaffen. Jeder in ihrer Familie hatte bisher eine besondere Gabe. Die Familie Mey ist in Adeva bekannt. Was, wenn Meleike keine besondere Fähigkeit hat? Dann wäre sie eine Kema, wie viele andere auch. Meleike weiß nicht, was sie sich wünschen soll. Die Stunde der Entscheidung rückt näher.

Der Ausgang des Mantai-Festes ist nicht vorhersehbar. Gleich zu Anfang kommt Spannung auf. Was hat das Schicksal für Meleike vorgesehen? Ihr verschollener Vater Yaris ist ein Obskurant. Er kann sich unsichtbar machen. Meleikes Mutter und Oma sind Seherinnen. Ihr 9jähriger Bruder Koda wird erst mit 15 Jahren bei seinem Mantai-Fest erfahren, was für eine Gabe er hat. Die Idee mit den besonderen Fähigkeiten ist originell. Das Leben in der Trümmerstadt berührt. Die zerstörte Stadt könnte aus einer Zukunftsversion entstammen. Adeva ist trotz aller Nachteile für die Menschen ein Zuhause. Mit den besonderen Fähigkeiten der Pekuu kommt Fantasy ins Spiel. Immer wieder verschwinden in dem großen Wald Menschen und kehren nie wieder zurück. Was liegt hinter dem Wald? Eigentlich will das niemand so genau wissen. Die Furcht vor dem was hinter dem Wald lauert gehört zum Leben dazu. Das Rätsel um Yaris’ und das Geheimnis des Waldes bringt zusätzlich Spannung ins Spiel. Nur langsam setzt sich ein Puzzleteil ans andere. Meleikes Schicksal hat ein paar Irrwege parat. Erschütternd ist, was mit einer ihrer Verwandten geschieht. Meleikes muss in ihrem jungen Alter viel ertragen und sich großen Herausforderungen stellen. Wer ist der fremde Junge, der plötzlich in Adeva auftaucht? Den Einwohnern Adevas wird wichtiges Wissen vorenthalten. Alles, was nicht erklärbar ist, soll ausgemerzt werden. Die besonderen Fähigkeiten der Pekuu ist so Manchem ein Dorn im Auge. Autorin Eva Siegmund weiß, den Leser zu fesseln. Die eingestreuten Informationen wirken wie winzige Körner auf dem Weg zur Lösung. Ist Yaris wirklich tot? Es geht um Liebe, Täuschung, Verrat. Die Geschichte hat besonders im letzten Drittel ein paar Überraschungen parat. Das Tempo nimmt erst zum Schluss etwas zu. Nicht immer überzeugt die Geschichte mit ihrem Verlauf. Die Reaktionen der Figuren sind manchmal etwas zu schleppend. Meleike und Flynn sind zwar keine packenden Persönlichkeiten, faszinieren aber mit ihrer Rolle bei den Ereignissen. Der Leser wird wie die beiden Hauptfiguren auch mal an der Nase herumgeführt.

Das Cover speist seine Anziehungskraft aus dem ausdrucksstarken Gesicht des Mädchens. Die Stadt, der Titel, die zurückhaltenden Farben und schwarzen Vögel weisen auf ein Fantasy-Abenteuer hin. „Lúm – Zwei wie Licht und Dunkel“ ist für Jugendliche ab 13 Jahren gedacht und auch für Erwachsene eine spannende, sehr unterhaltsame Geschichte. Ein paar wenige Schwächen sind gerne verziehen und werden von unvorhersehbaren Szenen wieder wettgemacht.




Martina Ernst, Grosse-Literatur.de
 
 
 
 
   
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