Startseite
Kleines Bücherzimmer Bücher & Rezensionen
TOP-Bücher
Autoreninterviews
Bücher-Charts
Klassische Autoren
und ihre Werke
Schreibfeder - Gedichte
& Kurzgeschichten
Märchen & Sagen
Lexikon
Zitate
Banner
    
   
   
   
Hakan Nesser
 
 
 
Stephan Bartels
Vatertage: Roman
 
Verlag: Heyne
Format: Broschiert, 368 S.
ET: 04 / 2018
Preis: 0,00 €
ISBN: 9783453438989
Kaufen bei:  bei Amazon.de kaufen

Klapptext:
»Guten Tag, wir sind verwandt!«Dass er einen Vater hat, wusste Simon eigentlich schon immer. Nur dass er selbst Michael Petersen niemals so genannt hätte: Vater. Wer es fertigbringt, in neununddreißig Jahren nicht ein einziges Wort mit seinem Sohn zu wechseln, ist bestenfalls ein Erzeuger. Deshalb ist Simon auch ziemlich verärgert, als er in einem offiziellen Schreiben aufgefordert wird, monatlich € 697,69 Pflegebeteiligung für Herrn Petersen zu bezahlen. Simon fährt persönlich zum Amt, um Widerspruch einzulegen. Doch was er dort erfährt, stellt sein Leben vollends auf den Kopf. Anscheinend ist sein Vater nicht der einzige, der sich nie blicken ließ ...
 
Grosse-Literatur.de-Rezensionen:
Der Autor

Stephan Bartels arbeitet als freier Journalist und verfasste unter anderem Texte für den Stern, Die Zeit, Brigitte und Barbara. Bartels, geboren 1967, ist selbst Vater eines erwachsenen Sohnes und lebt mit seiner Familie in Hamburg.



Worum geht es?

Simon ist Ende dreißig ein zweifacher Familienvater, Ehemann, und wenn er nicht gerade in Elternzeit ist, arbeitet er in einem gut bezahlten Job für ein Kinounternehmen in Hamburg. Sein Leben könnte normaler nicht sein, bis er eines Tages einen Bescheid vom Hamburger Sozialamt erhält: Er soll 697,69 Euro für die Pflegebeteiligung für einen gewissen Herrn Michael Petersen übernehmen, der in neununddreißig Jahren noch nie ein Wort mit ihm gewechselt hat. Simon selbst nennt ihn Erzeuger, das Sozialamt Vater.

Simon fährt persönlich zum Amt und legt Widerspruch ein und was er anfangs noch für einen Fehler in der Maschinerie des Staates hält, entpuppt sich für ihn als den Beginn einer Odyssee. Denn dort erfährt er nicht nur, dass sein Vater noch zwei weitere Kinder gezeugt hatte - einen Bruder und eine Schwester - sondern muss plötzlich seinen Vater, den er weder kennt, geschweige denn mag, schützen, denn seine Mutter versucht bereits das Problem mit der Zahlung auf eigene Faust zu klären.

Für Simon ändert sich daher mit dem Bescheid schlagartig sein ganzes Leben. Doch ist er dem auch gewachsen?



Fazit

Vatertage. Ein Vater, der nie etwas von seinem Sohn wissen wollte, dessen Leben durch eine Liebelei Ende der Sechziger entstand und eine Geschichte, die skurriler und doch auch authentischer nicht sein könnte. All das präsentiert uns Stephen Bartels in seinem eher satirischen Roman Vatertage.

Die Geschichte beginnt bereits damit, worum es eigentlich geht: den Zahlungsbescheid des Hamburger Sozialamts. Und ab diesem Moment stecken wir in der Geschichte von Simon. Wir lernen die Geschichte seiner Entstehung, wir lernen seine Familie kennen, seinen besten Freund und seine neue Familie, die er selbst noch gar nicht kannte. Und jeder weiter die Geschichte fortschreitet, dreht sich doch alles immer wieder nur um eine Person: seinen Vater. Ein obdachloser Mann, der nie Interesse an seinem Leben zeigte und nun im Koma in einem Pflegeheim liegt für einen Pflegebeitrag in Höhe von 697,69 Euro im Monat.

Bartels knüpft eine Geschichte, die sehr viel Satire zeigt, gespickt mit schwarzem Humor, aber letztlich auch ein bisschen ernst wirkt, denn urplötzlich wird aus dem verhassten Vater, den Simon anfangs nur lästig findet, ein Familienmitglied, für das er sich jetzt zuständig fühlt.

Alles in einem ist Vatertage ein sicherlich nicht ganz ernst gemeinter Roman, der jedoch auch die Ernsthaftigkeit der Thematik in den Vordergrund rücken soll, denn so wirklich ausgeschlossen ist die ganze Geschichte ja letztlich keineswegs. Immerhin leben wir in einem Land, in dem es für jede Regel eine Regel gibt, eine Vielzahl von Gesetzen und Verordnungen und wer weiß, vielleicht erschrecken Sie zukünftig auch, wenn sie einen Bescheid von einem Amt bekommen.
Wenn er vom Sozialamt ist, dann würde ich mich schon einmal vorsichtshalber setzen ...



schwamm, Grosse-Literatur.de
 
 
 
 
   
Romane & Erzählungen
Fantasy & Science Fiction
Historische Romane
Krimis & Thriller
Kinder & Jugend
Liebesromane
Film & Fernsehen
Klassiker & Lyrik
Kurzgeschichten
Sonstige Literatur
Comics
Historische Biographien
Autobiographien
Sonstige Biographien
 
Kunst, Fotografie,
Film & Musik
Geschichte
Naturwissenschaften
Abenteuer, Reisen
& Länder
Natur, Tiere & Garten
Gesundheit & Esoterik
Essen & Trinken
Ratgeber & Lebenshilfe
Sonstige
 
Länder
Tiere & Natur
Sonstige Bildbände